Wie ist all dies zu organisieren und zu koordinieren??? Wie gehen wir in den Verhandlungen vor? Wer hat den Schlüssel für den Heizungskeller? Wie bekommen wir so viele Direktkredite? Wie machen wir das mit Schneedienst? Liquiditätsplanung für 10 Jahre? Eine GmbH gründen? Welche Versicherungen brauchen wir dann? Wie können wir alle BewohnerInnen ins Projekt einbeziehen? Was ihr wollt 2 Millionen Euro stemmen?
Fragen über Fragen ....
Dass es so viele sein werden, hat damals wohl niemand erahnt, als kurz vor Weihnachten im Jahre 1999 die Verkaufsabsicht des Bundes bekannt und die Idee der Übernahme und endgültigen Selbstverwaltung geboren wurde. Dass wir auf all diese Fragen (und noch viele mehr) eine Antwort finden würden, konnte sich deshalb auch niemand erträumen ..
So wurde auf Basis der (schon gelebten) Idee ein fundiertes Konzept mit solidem Finanzierungsplan entwickelt, das dieses Vorhaben ermöglicht. Je konkreter (und zugleich komplexer) die Pläne wurden, um so notwendiger erwies sich eine gute Arbeitsstruktur, die die (komplett ehrenamtliche) Arbeit auf vielen Schultern verteilt, sich den Gegebenheiten immer wieder flexibel anpassen kann und zugleich allen BewohnerInnen überschaubar und zugänglich sein sollte.
So weist die Schelling heute 6 Projektbereiche auf: Dabei widmen sich eigenständig arbeitende Gruppen den jeweiligen Themen und Aufgaben, um Lösungsvorschläge und konkrete Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten, die eine gemeinsame Entscheidung im Rahmen der Häuser-Versammlungen ermöglichen.
Besonders spannend an diesem Entwicklungsprozess ist, wie gerade die Vielfältigkeit der Schelling-Menschen und das damit verbundene Potenzial zum Ausdruck kommt und maßgeblich zum Gelingen beiträgt. Dies bestätigt zugleich das Konzept des bunten Zusammenlebens.
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